Böden und Bodenbeläge

Katalog typischer Schadstoffvorkommen in Böden und Bodenbelägen

Asbest fest gebunden

  • AZ-Platten in aufgeständerten Doppelböden (z. B. für Elektroräume)
  • Vergussmassen für Industrieböden und Feuchträume
  • Gussasphaltplatten (Fliesen), ggf. mit PAK-Anteilen
  • faserhaltiger Kunststoff mit elastischen PVC-Platten, vorwiegend in quadratischem Format, in verschiedenen, oft gestromten und typischen Farbtönen
  • Bitumenklebstoffe mit Fasern bei einem Teil der vorgenannten PVC-Platten und bei anderen Belägen
  • Teppichbodenrücken mit hartelastischem, ca. 5 mm starkem Rücken mit Asbestfasern
  • PVC-Bahnenware mit Asbestfaseranteilen, z. B. bei Schaltanlagenräumen
  • Magnesitestriche mit wechselnden Anteilen von Asbest und Holzfasern, insbesondere in Gewerbebauten wie Industriegebäuden oder Lagerhäusern
  • AZ-Werksteine für Bodenfliesen und für Fußleisten
  • AZ-Platten und AZ-Wellplatten unter Bodenaufbauten, z. B. Tragplatten von Pavillonbauten
  • Faserbeton im Stahlbetonbau

schwach gebunden

  • leichte asbesthaltige Platten in Trockenestrichplatten, über Durchbrüchen und Schachtverschlüssen
  • Holzbetonestrich und Holzwerkstoffplatten mit weißem und blauem Asbest, insbesondere in Gewerbebauten
  • Asbestpappen unter Weich-PVC (sog. Cushion Vinyls), für Isolierungen von Bodenelektranten (bodengleiche Elektroanschlusskästen) und als gesonderte Akustiktrennlage von Bodenbelägen
  • Asbestkissen, -stopfpackungen und -mörtel in Kabeldurchführungen, z. B. in Fernmeldeanlagen und Elektroschächten
  • Spritzasbest in Installationsdurchbrüchen, z. B. für Heizungsrohre oder Injektionslüftungen, für die Isolierung von filigranen Betondecken im Fassadenbereich, für die Brandschutzabdichtung von Installationskanälen im Fassadenbereich, oft einer frontseitigen oder flurwandseitigen Systematik folgend hinter Geräteverkleidungen, Einbaumöbeln oder Plattenverkleidungen angebracht
  • Restsstücke, Spritzasbest-Overspray und Faserstaub im Baustaub unter schwimmendem Estrich, z. B. durch in der Nähe liegende Asbestbauteile, ehemalige Bearbeitungsorte im Bauablauf oder Staubverschleppungen
PAK
  • Gussmassen (Teerpech) und Anstriche (Teeröl) bzw. Mischungen unterschiedlicher Viskosität, insbesondere in – ggf. ehemaligen – Nassräumen und Stallungen sowie auf Vordächern und Terrassen und in Kühlräumen und nicht unterkellerten Räumen, flächig aufgetragen oder als erstarrte Zwischenschichten (Horizontalsperren) bzw. zähflüssig in Wannenausbildungen für Balkenlagen gegossen
  • Teerpappen und -papierbahnen, ggf. in Verbindung mit vorgenannten Gussmassen und Anstrichen sowie Klebstoffen
  • teerhaltige Korkplatten bzw. Backkorkplatten und Korkschüttungen in Zwischenböden und unter schwimmenden Estrichen
  • Filzplatten und Torfplatten für Isolierungen
  • Klebstoffe für Bodenbeläge, insbesondere für Parkettböden mit Schwarzklebstoff und für Hirnholzböden mit Vergussmassen, hier auch als Fugenmassen, sowie für Teerpappen, teerhaltige Korkplatten bzw. Backkorkplatten und andere Beläge
  • Gussmassen mit Sanden (Gussasphalt) oder Gesteinskörnungen (Asphalt), insbesondere in Nassräumen, Lagerräumen, Werkräumen, Garagen, Stallungen und erdberührten Bodenplatten
  • Chlornaphthalin, Kresole und andere den PAK verwandte Verbindungen in Spanplatten, z. B. in V-100-Platten für Pavillonbauten, und als Bestandteile anderer Holzbauimprägnierungen
  • teerhaltige Gussasphaltfliesen, ggf. mit Asbestfaseranteilen
PCB
  • Estrichepoxidharzbeschichtungen, z. B. für die typischen grauen Kellerbodenanstriche oder als azurblaue Schwimmbadfarben
  • Fugenmassen in allen Bauteilfugen
  • Bodenbeläge und Bodenbelagsklebstoffe
  • Pflegemittel (Wachse und Imprägnierungen)
KMF
  • selbsttragende Mineralwollematten für die thermische und akustische Entkopplung im schwimmenden Estrich
  • leichte Mineralwollematten in doppelten Böden

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